Vorstudie Abwasser-Wärmerückgewinnung

Diese Vorstudie evaluiert das energetische und ökonomische Einsparpotential bei Einbau einer Abwasserwärmerückgewinnung (AWRG) in einer Therme. Genutzt werden sollten die sogenannten Stetig-Abläufe, die das Überlauf-Wasser der Becken (ca. 30°C) bzw. einen Teil davon abführen – die äquivalenten Mengen müssen in weiterer Folge durch aufbereitetes Frischwasser (8°C) ersetzt werden (Hygienevorschrift). Ziel ist die zeitgleiche Vorwärmung dieses Frischwassers mit der zurückgewonnenen Abwärme.

Methode

Die Mengen der Abläufe wurden bei einer Vor-Ort Begehung gemeinsam mit dem Technikpersonal ermittelt. Unterschiedliche Armaturen ermöglichen die Ablesung der aktuellen Durchflüsse — mittels zusätzlicher Proximessdaten wurden die Durchflussmesswerte plausibilisiert. Die absoluten Mengen dieser Abläufe pro Tag sind von der aktuellen Besucherzahl abhängig. Basierend auf den Daten eines repräsentativen Jahres wurde eine Besucherstatistik ermittelt — es erfolgte eine Bildung von 6 Klassen. Mit diesen Klassen, der jeweiligen Häufigkeit und dem Einsparpotential pro Klasse konnte das jährliche Einsparpotential ermittelt werden. Die technisch zurückgewinnbare Wärme reduziert gleichzeitig den Fernwärme Verbrauch der Therme, wodurch sich die laufenden jährlichen Betriebskosten reduzieren lassen.

Ergebnis

Aktuell gelangen pro Tag zwischen 80 und 140 m³ Wasser mit einem Temperatur Niveau um die 30°C thermisch ungenutzt „in den Kanal“. Mit einem technischen Apparat, einem sogenannten Wärmetauscher, und den zugehörigen Typ-Daten kann daraus jene effektive Wärmemenge berechnet werden, die zur Vorwärmung des nachströmenden Frischwassers technisch zur Verfügung steht.

Das ermittelte, effektive jährliche Einsparpotential beträgt zwischen 292 und 697 MWh je nachdem welche Becken-Wasserkreise (insgesamt 5 sind vorhanden) für die Wärmerückgewinnung berücksichtigt werden. In der gleichen Größenordnung lässt sich der Fernwärmebedarf reduzieren. Es ergibt sich daraus eine Verbrauchs-Kosten Einsparung zwischen 24.000 und 58.000 Euro pro Jahr.

Die Amortisationszeit für diese Phase II Optimierung wird auf 30 +/- 12 Monate geschätzt — eine exakte Aussage lässt sich erst nach Detailabklärung zur Umsetzung treffen. Durch vorhandene Fördermöglichkeiten lässt sich die Amortisationszeit weiter reduzieren, wodurch die Umsetzung attraktiver wird.

Annahme Energiepreis 83 € / MWh

Szenario A
gechlortes Wasser WK1-WK3

gesamt pro Jahr in MWh
292 / 42%

24.255 €

Szenario B
Sole-Wasser WK4-WK5

gesamt pro Jahr in MWh
404 / 58%

35.558 €

Szenario C
WK1-WK3 und WK4-WK5

gesamt pro Jahr in MWh
697 / 100%

57.813 €

Ihr Nächster möglicher Schritt

Falls Sie in der Betriebsführung einer Therme beschäftigt, Geschäftsführer oder Eigentümer einer Therme sind, zögern Sie nicht sondern nehmen Sie mit uns Kontakt auf, um Ihr Potential in Zahlen zu erfahren – wir unterstützen Sie am Weg zu einem Energieeffizienteren Betrieb Ihrer Anlagen.

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